Kultivierung ausgewählter Mikroalgenstämme auf vertikalen Kordelsystemen

Projektpartner: B+M TEXTIL GmbH & Co.KG, GMBU Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien e.V.

Inhalt des Vorhabens ist die Untersuchung der Eignung von vertikalen Kordelsystemen zur Kultivierung von Mikroalgen unter Laborbedingungen. Dazu werden im Projekt verschiedene Mikroalgenspecies getestet und diese mit geeigneten Nährsubstratapplikationen in das Kordelsystem integriert. Es erfolgen Untersuchungen des Kultivierungserfolges sowie die Auswahl von geeigneten Mikroalgenstämmen. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen dazu beitragen, detaillierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Nutzung der Algen sowie des Gesamtsystems für künftige Anwendungszwecke anzuschließen. Ein vielversprechendes Anwendungsgebiet ist der Einsatz in geschlossenen Tierhaltungsanlagen, mit dem Ziel der Verbesserung der Luftqualität, durch den Abbau von Schadstoffen durch die Mikroalgen.

Einsatz eines innovativen Abluftreinigungsverfahrens in geschlossenen Stallanlagen der Schweinehaltung zur Reduktion von Schadgasen und somit zur Erhöhung der Umweltverträglichkeit

Projektpartner: 3 FP GmbH, Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH

Inhalt des Vorhabens sind umfangreiche Produkttests zur Qualitätssicherung und Umweltverträglichkeit eines innovativen Abluftreinigungsverfahrens am Beispiel der Schweinehaltung in geschlossenen Stallanlagen unter besonderer Berücksichtigung des Schadgases Ammoniak. Das gesteckte Ziel dieses Projektes ist es, eine wissenschaftlich fundierte Bestimmung des Wirkungsgrades und damit verbundene Erkenntnisse dieses innovativen Verfahrens unter den genannten Bedingungen zu erreichen, um ein neues Anwendungsgebiet für das Abluftreinigungsverfahren im Bereich der Landwirtschaft zu erschließen.

Entwicklung einer sensorgestützten Wasserwand mit integrierter Plasmatechnologie zur direkten Verbesserung des Stallklimas in der Schweinehaltung – ION+

Projektpartner: 3 FP GmbH, Menken und Drees GmbH, Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik Meinsberg e.V., Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH

Inhalt des Vorhabens ist die Entwicklung einer innovativen sensorbasierten Systemlösung zur deutlichen Verbesserung des Mikroklimas im Stall. Das technologische Grundprinzip dieses Systems besteht aus einer Wasserwand mit integrierten Plasmageneratoren, die eine gezielte Ionisation der Stallluft und des im System befindlichen Wassers auslösen. Diese Plasmageneratoren werden an innovative Multisensormessgeräte zur Erfassung von Schadgasen im Wasser und in der Stallluft gekoppelt und mittels spezifischer Algorithmen dynamisch angesteuert. Mittels des intelligenten Verfahrens soll eine Reduktion von Schadgasen, Keimbelastung und Feinstaub sowie gleichzeitig eine adiabatische Kühlung der Stallluft effektiv erzielt werden, wodurch ein substanzieller Beitrag zur Verbesserung von Tiergesundheit und Arbeitsplatzbedingungen geleistet wird.

Verfahrenskonzept zur Reduktion von Nährstofffrachten in aufgereinigten (kommunalen) Abwässern mit Nutzung der Nährstoffe zur Kultivierung nährstofffixierender Wasserpflanzen mit Potential als Futter- oder Lebensmittel

Projektpartner: TERRA URBANA Umlandentwicklungsgesellschaft mbH

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft sollen perspektivisch im Abwasser befindliche Nährstoffe genutzt und für eine effektive Produktion von ausgewählten aquatischen Pflanzenkulturen eingesetzt werden, um hochwertige, proteinreiche Biomasse zu produzieren. Dazu müssen Pflanzen gefunden werden, die das Potenzial besitzen, Nährstoffe, die im Abwasser vorkommen, für ihre Kultivierung zu nutzen und daraus unter definierten Bedingungen eine proteinreiche Biomasse aufzubauen. Es ist vorstellbar, dass die proteinreiche Biomasse einer potenziellen Verwertung als Futter- und/oder Lebensmittel unter Berücksichtigung aktueller Standards und rechtlicher Auflagen zugeführt werden kann. Als mögliche Einsatzorte können (kommunale) Abwasserkläranlagen als auch hypertrophe Gewässer in Frage kommen. Gleichzeitig soll das Abwasser gereinigt werden, was bei der Einleitung in die Vorfluter zu einer besseren Wasserqualität führen kann.

ReffiSchaf – Entwicklung einer Wertschöpfungskette zum Aufbau eines tragfähigen Vermarktungskonzeptes unter Berücksichtigung der Ganztiernutzung zur ressourceneffizienten Schafhaltung

Projektpartner: FÖL e.V., IFTA AG, C3 Team, Biomanufaktur Havelland GmbH, FFG

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines tragfähigen Vermarktungskonzeptes zur ressourceneffizienten Schafhaltung und dessen modellhafte Umsetzung in einer Wertschöpfungskette in der Metropolregion Berlin-Brandenburg unter Berücksichtigung der Ganztiernutzung im Bereich der Schlachtkörperverwertung und Fleischproduktion. Unter Einsatz von Techniken zur Geschmacksmaskierung werden verschiedene Wurstprodukte aus Schaffleisch und Schlachtnebenprodukten sowie innovative Anwendungen zur Gelatinegewinnung oder Darmaufbereitung entwickelt. Dies dient der Schaffung sozioökonomisch tragfähiger Rahmenbedingungen für alle Wertschöpfungskettenbeteiligten als Basis für zukünftige Wachstumsmöglichkeiten und einer Zunahme des Umsatzvolumens von Produkten der Wiederkäuer. Durch die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsstandards durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle wird dem Verbraucherwunsch nach Transparenz und Regionalität nachgegangen, die großflächige Markteinführung auch im Lebensmitteleinzelhandel vorbereitet sowie ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Schafhaltung in Deutschland geleistet.

VitalCheck4Pigs – Sensorbasiertes Verfahren zur Vitalparametererfassung beim Besamungseber

Projektpartner: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin), IFN GmbH, Minitüb GmbH, FASSISI GmbH, FFG

Inhalt des Vorhabens ist die Entwicklung eines neuartigen Produktes (smartes Eberphantom) sowie eines innovativen Verfahrens (Vitalzeichen- und Stressüberwachung bei der Spermagewinnung) zum Gesundheitsmonitoring von Ebern. Die während der Spermagewinnung auf einem modifizierten Phantom gewonnenen Daten zu Atmung und Herzaktivität sowie der Konzentrationen der Stresshormone Cortisol und DHEA (Dehydroepiandrosteron) im Speichel der Tiere werden mit Produktionsdaten einer Besamungsstation sowie der Qualität der erhaltenen Spermaportionen (Fertilitätsleistung der Tiere) verglichen, veterinärmedizinisch befundet und analysiert. Die große Menge an tierindividuellen und betriebsspezifischen Daten, die ansonsten unmöglich ohne enormen Belastungsaufwand zu erheben sind, soll durch Maschinelles Lernen (ML) basierte Auswertemethoden Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand und die Belastungsfähigkeit der Tiere ermöglichen. Eine speziell dafür entwickelte Analyse- und Bewertungsmethode soll den Tierverantwortlichen/Stationsbetreiber frühzeitig über Abweichungen informieren, um neben der tierindividuellen Gesundheits-, Fruchtbarkeit,- und Tierschutzüberwachung gleichzeitig ein Monitoring der Biosicherheit des Bestandes zu ermöglichen. Auffälligkeiten bzw. Abweichungen vom Normzustand werden unmittelbar erkannt und Maßnahmen zum Schutz der anderen Tiere im Bestand können frühzeitig eingeleitet werden.

DigiOekoRegio – Digitaler Prozessstandard zur Erreichung einer effizienten Logistik regionaler Fleischproduktion

Projektpartner: IFTA AG, Landesbauernverband Brandenburg e.V., pro agro e.V., FFG

Das Ziel von DigiOekoRegio ist es, ein modellhaftes Konzept einer Region mit ökologisch erzeugtem Fleisch innerhalb der Wertschöpfungskette Rindfleisch zu entwickeln. Am Beispiel der Modellregion Berlin-Brandenburg (BB) soll einerseits die regionale Erzeugung von (Bio-) Lebensmitteln tierischer Herkunft gesichert und andererseits Regionalität mit Tierwohl sowie sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit verknüpft werden. Eine (Bio-)Region einer Lebensmittelkette soll vom Erzeuger (Landwirt) bis Verarbeiter (Schlachthof) so vernetzt werden (Wertschöpfungskettennetzwerk), dass ausreichender Zugang und Transparenz zwischen Erzeuger, Verarbeitern und Verbrauchern besteht. Durch die Unterstützung einer digitalen Lösung soll die Effektivität und Attraktivität von kleinen Schlachthöfen bzw. (teil-)mobilen Schlachtstätten gesteigert und damit die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltiger gestaltet werden. Durch die Optimierung der Schlachtlogistik soll es zu einer Verminderung des CO2-Ausstoßes und gleichzeitig einer Erhöhung der Biosicherheit in der ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln tierischer Herkunft kommen.